Im August 1899 schlug die Stunde des Finsterwalder Sängerliedes, das der Komponist, Texter und Theaterpraktiker Wilhelm Wolff für eine Burleske „Die Sänger von Finsterwalde“ schrieb.
Nicht nur das Lied: „Wir sind die Sänger von Finsterwalde...“, sondern auch das alle zwei Jahre, immer am letzten Augustwochenende stattfindende dreitägige Sängerfest, das wohl größte Volksfest im Land Brandenburg, sind zum besten Exportartikel der Stadt geworden. Deshalb ist Finsterwalde nicht ohne Grund die einzige Sängerstadt Deutschlands.
Im weiträumigen Areal der Lausitz ist Finsterwalde nicht zu übersehen. Über die Autobahn A 13, die Bundesstraße B 96, die direkten Bahnanbindungen Berlin, Leipzig, Cottbus und über den Lausitzflugplatz ist die Stadt gut erreichbar. Der Bahnhof liegt in Zentrumsnähe, der Flugplatz am Stadtrand, wo Luftfahrzeuge bis 14 t landen können. Es werden Unterstellplätze für Flugzeuge, Rundflüge und eine gastronomische Versorgung im Fliegercafe angeboten.
Die Innenstadt verfügt über einen kompakten Stadtkern mit Marktplatz. Die Schlossstraße ist die älteste Straße der Stadt, die das Schloss mit dem Marktplatz verbindet. Hier befinden sich die ältesten noch vorhandenen Häuser Finsterwaldes. Den Marktplatz dominiert das in schlichtem Barock ausgeführte Rathaus das 1739 fertiggestellt wurde. Seit seiner gründlichen Rekonstruktion in den Jahren 1927/28 beherbergt es u.a. die Bibliothek. Heute dient es darüber hinaus als Sitz der städtischen Touristinformation. Eine typische Reformationskirche ist die Trinitatiskirche aus dem 16. Jahrhundert, die auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Kirche errichtet wurde. Die wunderschöne Sandsteinkanzel und der Altar sind besonders sehenswert. Die Innenstadt verfügt weiterhin über ein Raubritterschloss aus der Renaissance, viele Jugendstilgebäude und Häuser aus dem Klassizismus. Das Kreismuseum Finsterwalde erfreut seine Besucher mit einem wunderschönen originalen Tante-Emma-Laden aus Urgroßmutters Zeiten. Eine Drogerie mit Produkten aus der DDR-Zeit weckt Erinnerungen an die jüngere Vergangenheit. Natürlich erfahren die Gäste hier auch, warum die Finsterwalder besonders sangesfreudig sind. Ein Kino mit Visionsbar und die Stadtbibliothek sind ebenfalls Einrichtungen im Kernbereich der Stadt.
Unweit des Zentrums befinden sich die katholische Kirche „St. Maria Mater Dolorosa“, die genau vor 100 Jahren errichtet wurde, die Gebrüder Grimm- Märchenhäuser als einzigartiges architektonisches Ensemble, moderne Sportstätten mit einer 2004 rekonstruierten Schwimmhalle mit Sprungturm, Rutsche und Sauna, das Freibad, der Tierpark in der Bürgerheide, der Finsterwalder Haltepunkt der Museumseisenbahn.
Sehr ansprechende Hotels und gepflegte Restaurants stehen den Gästen zur Verfügung. Hier reicht die Palette vom rustikalen Brauhaus bis zur gehobenen Gastronomie, wo für Sie ein Weltmeister kocht.
Es ist also nicht finster in Finsterwalde, im Gegenteil. Diese Gegend gehört zu den sonnenscheinreichsten Deutschlands!
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