Große Wald- und Landwirtschaftliche Flächen werden von Tagebaurestlöchern, zum Beispiel vom stillgelegten Tagebau bei Lichterfeld, von speziellen Biotopen und vom Naturpark Niederlausitzer Landrücken um Crinitz unterbrochen.
Unsere Region bietet Ihnen viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Highlights für den Tourismus sind die Förderbrücke F 60, die weltgrößte, jemals gebaute mobile Industriekonstruktion, im stillgelegten Tagebau Klettwitz-Nord bei Lichterfeld, die als Bestandteil der internationalen Bauausstellung als Besucherbergwerk ein besonderer Anziehungspunkt ist, das Sallgaster Schloss mit Schlosspark, das Wildgehege in Göllnitz, die pilzreichen Waldgebiete um Lindtal-Rehain, der Babbener Ursulagrund mit seinen Wanderwegen und die seit 750 Jahren traditionelle Töpferkultur in Crinitz.

Das Schloss Sallgast ist eine Vierflügelanlage der Renaissance. Der heutige Bau zeigt die Form einer Wasserburg mit einem gut erhaltenen spätgotischen Giebel. Vermutlich hatte das Schloss einen Vorgängerbau, eine mittelalterliche Burg, denn schon 1208 wird ein Werner de Sallgast in einer Urkunde erwähnt. Heute beherbergen die alten Gemäuer, die Geschichten des Landstriches an der Kleinen Elster erzählen können, ein Restaurant, ein romantisches Trauungszimmer, Gästeappartements, einen Tagungsraum und viel historisches Flair.
Noch bis 1992 wurde im Tagebau Klettwitz-Nord Kohle gefördert. Als die Bagger still standen, mussten nicht nur für ihre Arbeiter, sondern auch für die Tagebaulandschaft neue Perspektiven gesucht werden. Wie ein Dinosaurier des Technikzeitalters stand im Tagebausand die Abraumbrücke F 60. Sprengen oder erhalten? Beherztes Engagement rettete die F 60 schließlich davor, als großer Schrotthaufen zu enden. Als Symbol für die Vergangenheit einer Region soll sie auch in deren Zukunft schauen.
Landwirtschaftlich waren die kargen Böden um Crinitz ein mühsames Geschäft. Doch in der Erde befand sich der Rohstoff Ton, der dem Ort eine Zukunft versprach. So entstanden zu Ende des 19. Jahrhunderts viele Handwerksbetriebe, die sich mit der Herstellung von Steinzeug- und Gebrauchskeramik befassten. Von mehreren tausend Litern fassenden Gefäßen über Blumentöpfe und Keramikplatten bis zu künstlerisch gestalteten Töpferwaren wird in Crinitz alles hergestellt, was man aus Ton herstellen kann. Bei Besuchen in den Töpfereien kann der Gast auf Wunsch auch selbst einmal Hand anlegen.
Ein schönes Freibad mit Campingplatz bietet eine willkommene Abwechslung.
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