Stadt Mühlberg/ Elbe
Beim ersten Kennen lernen der Stadt Mühlberg, merkt der Besucher sehr schnell, dass er hier auf historischen Wegen wandelt. Bald spürt er auch die Einmaligkeit, die aus dem Zusammenspiel von historischer Bausubstanz und der besonderen Lage der Stadt an der Elbe erwächst. Der Gesamteindruck Mühlbergs erschließt sich nicht nur durch die einzelnen herausragenden Baudenkmale, sondern auch durch die in seiner Struktur gut erhaltenen historischen Stadtanlage. Der mittelalterliche Stadtgrundriss der einstigen Doppelstadt kann in den Stadtteilen bis heute fast unverändert wahrgenommen werden. Bereits 1992 erfolgte die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg. Die Stadt liegt direkt an der Streckenführung des Elberadweges Schmilka-Cuxhaven. Das Befahren durch die malerische Landschaft entlang des Flusses wird zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Neben der Lage der Stadt am Elberadweg ist Mühlberg an weitere gut ausgebaute und beschilderte Radwege im Elbe-Elster Kreis angeschlossen. Auf ausgewiesenen Fernradwegen können die benachbarten Reiseregionen erreicht werden. Über den FR 5 Richtung Bad Liebenwerda ist eine Anbindung an den Elsterradweg und an die Tour Brandenburg gegeben. Die ca. 250 km lange Rundtour „Kohle – Wind & Wasser“, ein energiehistorischer Streifzug, schließt das Stadtmuseum Mühlberg mit dem Modell einer Schiffmühle mit ein. Die Tour ist gut ausgeschildert und an dem Logo zu erkennen, das Mühle, Schornstein und Wasser in sich vereint. Problemlos sind auch weitere Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad zu erreichen. So unter anderem das nahe gelegene Barockschloss Martinskirchen, die Galerie „ALTER PFARRHOF“ in Altenau, die Mühlen und Kirchen sowie die Gedenkstätte des ehemaligen Lagers Mühlberg in Neuburxdorf. Aber auch für einen Stadtrundgang sollten sich die Gäste Zeit nehmen. Besuchen Sie das Gelände des ehemaligen Zisterzienser Nonnenklosters, das mit seiner imposanten Klosterkirche, der Abtei, dem Refektorium, der Propstei (Stadtmuseum Mühlberg/Touristinformation) und dem Hospiz als geschlossene Anlage erhalten geblieben ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Altstädter Markt mit einer der ältesten Apotheken des Landes Brandenburg (Inneneinrichtung aus dem Jahre 1904). Vorbei am Altstädter und Neustädter Graben, der einstigen Trennung der beiden Stadtteile, gelangen Sie zum Neustädter Markt mit Rathaus und Frauenkirche. Mit den schlichten Barockbauten, den Fassaden und Mansardendächern verleihen die umliegenden Gebäude diesem Stadtteil ein geschlossenes historisches Aussehen. Durch die unmittelbare Lage an der Elbe war Mühlberg im Laufe der Geschichte immer wieder vom Hochwasser betroffen. Eine künstliche Elbbegradigung im Jahre 1853 und die Erhöhung der Dämme auf die heutigen zehn Meter milderten diese Gefahr. Dass Hochwasserkatastrophen auch in der Gegenwart schwere Folgen haben können, zeigte der August 2002. So war eine Wasserstandsentwicklung am Pegel Mühlberg am 13.08. von 779 cm bis zum 17.08. auf 998 cm zu verzeichnen. Durch das Engagement von Bürgern, Behörden und Organisationen konnte unwiederbringlicher Schaden am Gesamtensemble Mühlberg abgewendet werden. Im August 2003 wurde an der Alten Elbe am Elbdamm ein Gedenkstein enthüllt.
Im Stadtmuseum Mühlberg Geschichte erleben Zahlreiche Informationen erhalten Sie im Stadtmuseum Mühlberg, dass sich seit 1926 in der 1531 erbauten Klosterpropstei befindet. Die Räume sind mit wirkungsvollen Decken- und Wandmalereien aus der Erbauungszeit ausgestattet. Darin können die Besucher einiges über die Elbeschifffahrt und –fischerei, die sakrale Kunst und das historische Handwerk erfahren. Im tonnengewölbten Keller ist ein Lapidarium mit Steinplastiken und –reliefs aus dem Mittelalter zu besichtigen. Ein Abschnitt informiert über ein herausragendes geschichtliches Ereignis: die Schlacht bei Mühlberg am 24. April 1547 zwischen den katholischen Ständen unter Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaldischen Bund. Infolge der Niederlage der Protestanten musste Johann Friedrich auf die Kurwürde, Kurlande und seine Residenz Torgau verzichten. Diese wurde Herzog Moritz von Sachsen und damit der albertinischen Linie des Hauses Wettin übertragen. Ein Ausstellungsraum widmet sich der jüngsten deutschen Geschichte. Er beinhaltet Material über das ehemalige Kriegsgefangenenlager M-Stalag IV B 1939 – 1945 und das NKWD/MWD Speziallager Nr. 1 von 1945 – 1948. In einer Sonderausstellung werden zahlreiche Fotos zum Bau der Elbbrücke gezeigt, die Anfang des Jahres 2009 fertig gestellt wurde und somit die 40 Tonnen tragende Gierseilfähre über die Elbe ablöste. |


