– Sehnsüchte, die vor allem an idyllischen Orten immer wieder aufflackern.
In Schönewalde geschieht es häufig, dass Städter von solcherlei Empfindung übermannt werden, denn Schönewalde hat nicht nur einen schönen Namen – es begegnet dem Besucher außerdem noch ein hübsches Landstädtchen, dessen verträumte Beschaulichkeit und entspannte Gelassenheit sich wohltuend auf gestresste Seelen legt.
Die Stadt Schönewalde ist ein kleines Landstädtchen mit neu gestalteten denkmalgeschützten Markt und restaurierten Bürgerhäusern. Ganz typisch für Schönewalde sind die mitteldeutschen Ackerbürger-Gehöfte mit ihren großen Toren in den traufständig zur Straße angelegten Wohnhäusern. Zwei frisch herausgeputzte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jh. tragen, neben anderen gepflegten älteren Häusern und der erfreulichen Mischung aus Geschäften und Gastronomie, zum liebenswürdigen Charme Schönewaldes bei. Ein besonders stimmungsvoller Winkel ist das Viertel rund um die Nikolaikirche.
Im Westen vor den Toren der Stadt, links der Straße nach Ahlsdorf finden Sie die letzte von einst sieben Mühlen in Schönewalde, eine restaurierte Paltrockwindmühle. Die Schönewalder Mühle besitzt noch ihre komplette technische Ausrüstung und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Die Umgebung Schönewaldes ist eine Mischung aus Wäldern, Wiesen und Feldern, durchzogen von kleinen Bächen und Gräben. Mit einem Fahrrad besitzt man das beste Fortbewegungsmittel, schließlich ist man hier abseits aller Bundesstraßen und der Autoverkehr ist dünn gesät. Keine fünf Kilometer sind es ins einsam gelegene Gutsdorf Ahlsdorf. Das hiesige Herrenhaus entstand in seiner heutigen barocken Form 1709/1720. Es war Lebensmittelpunkt Georg von Siemens, Begründer der Deutschen Bank und Vetter des ungleich berühmteren Werner von Siemens, dem wir eines der erfolgreichsten deutschen Industrieunternehmen verdanken. Getreu dem Motto auf seinen Grabstein „Wirke so lange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann“, hat Georg von Siemens in Ahlsdorf gestalterisch eingegriffen, indem er den Landschaftspark im englischen Stil anlegen ließ. Die Erbbegräbnisstätte der Familie von 1879 ist eines der beiden sehenswerten Bauwerke zwischen den Wiesen, Teichen und Wäldchen des Parks. Das zweite, ein niedliches, etwa 90 Jahre altes Teehaus aus Holz, wirkt etwas einsam und scheint auf lebendiges Treiben zu warten. Die Ahlsdorfer Kirche, von außen eher unscheinbar, versteckt innen einen Schatz mit bemalten Emporen, einem prachtvollen Altar und einer kunstvollen Kanzel.
Das Freizeitzentrum in Bernsdorf mit seinem Badesee – die „Insel der Erholung“ – ist ein beliebtes Tagesausflugsziel, verbunden mit sportlicher Betätigung sowie dem Verweilen an Grill- und Lagerplätzen. Ein weiterer Erholungsort ist der Brandiser See „Air Force Beach“ mit neu gestalteter Strandlage und Versorgungskiosk.
www.schoenewalde.de
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