Die Straße befindet sich am Nordhang des Höhenzuges, der das jetzige Land Brandenburg vom Freistaat Sachsen trennt. Hier reihen sich die vier amtsangehörigen Gemeinden Großthiemig, Hirschfeld, Gröden und Merzdorf wie Perlen an einer Schnur. Während südlich die bewaldeten Höhen die Sicht versperren, kann der Blick in nördliche Richtung über eine weite Tiefebene schweifen, die seither der Schraden genannt wird und bis Ende des 16. Jahrhunderts ein undurchdringlicher Sumpfwald war. Der düstere Charakter und die Gefahren, die mit dem Eindringen in diesen Wald verbunden waren, gaben wahrscheinlich dieser Landschaft den Namen Schraden (wird althochdeutsch von „Scrato“ abgeleitet und bedeutet soviel wie Waldteufel und Schreckwesen). Heute existiert der eigentliche Schradenwald nur noch südlich von Plessa. Ein Zeitzeuge ist die sogenannte Friedrichseiche mit einem Stammumfang von 6,30 m und einem geschätzten Alter von ca. 600 bis 800 Jahre.
Zahlreiche Rad- und Wanderwege ermöglichen den Besuchern des Schradenlandes, die sogenannten Schradenberge, mit dem höchsten Punkt (201,4 m) des Landes Brandenburg am Heideberg zu genießen. Bei Ihren Wanderungen werden Sie auf alte Grenzsteine treffen. Diese kennzeichnen den Grenzverlauf zur Landesgrenze des Freistaates Sachsen und stammen aus der Zeit um 1815.

Besonders bekannt sind die Schradenberge bei den Laufbegeisterten, wenn im Herbst der traditionelle Werner-Seelenbinder-Gedenklauf durchgeführt wird. Dann treffen sich die Volkssportler von Nah und Fern. Der Eichberg bietet gute Aussichtsmöglichkeiten in das Schradengebiet mit Pulsnitzniederung. Im Winter, wenn genügend Schnee liegt, kann hier Wintersport betrieben werden – Skihütte und Skilift sind vorhanden. Im Sommer laden das sanierte Freibad in Merzdorf und das Freibad in Großthiemig Einheimische und Besucher zum Baden ein.
In den Orten treffen Sie auf jahrhundertalte Kirchen, sanierte Fachwerkhäuser und Baudenkmäler. Die von den Heimatvereinen eingerichteten Heimatstuben in Gröden und Hirschfeld erinnern an vergangene Lebensgewohnheiten des Schradenlandes und sind in jedem Falle ein Besuch wert. Weitere Ausflugsmöglichkeiten in die nähere Umgebung sind zwei idyllische Gewässer – der Grüne See und der Alte Schacht.
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