Mischwälder wechseln sich mit offenen Feld- und Wiesenflächen ab. Die ebene Landschaft lädt nicht nur Naturfreunde zum Verweilen ein, auch Wanderer oder Radler können auf den ausgeschilderten Wegen die 21 Ortsteile erkunden.
Uebigau ist ein über 750 Jahre altes Ackerbürgerstädtchen mit einer ungestört erhaltenen Stadtstruktur. Der im Spätmittelalter angelegte, sehr große rechteckige Marktplatz weist auf die Bedeutung der Stadt als Handelsort hin. Das einmalige Streifenpflaster, das als Markierung zum Aufstellen der Marktbuden diente, verleiht dem Platz seinen unverwechselbaren Charakter. Mit restaurierten Fachwerkhäusern, Pflasterstraßen und den engen Gassen strahlt Uebigau Gelassenheit und Ruhe aus. Im historischen Stadtkern sind viele sehenswerte Bauten zu finden. Darunter die Pfarrkirche St. Nikolai, die vermutlich aus dem 11. bis 12. Jahrhundert stammt, das um 1782 erbaute freistehende Pfarrhaus, die 1730 aufgestellte kursächsische Distanzsäule oder das Rathaus.
- Heimatstube mit bronzezeitlichem Dorf
Unweit vom Marktplatz befindet sich ein Fachwerkhaus mit portalartigem Türüberbau, in dem die Heimatstube eingerichtet ist. Die ehemalige Seifensiederei beherbergt heute Ausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte, zur ackerbürgerlichen Kultur- und Schulgeschichte sowie eine Zinnfigurensammlung des international bekannten Graveurs und Zinngießers Johann Frauendorf. Die zur Gebäudeanlage gehörende restaurierte Scheune bietet in den Sommermonaten eine rustikale Kulisse für kulturelle Veranstaltungen oder auch Familienfeiern. Die Bronzezeit wird im Garten hinter der Scheune lebendig: Hier ist die Nachbildung einer befestigten Siedlungsanlage mit Wachturm, Vorrats- und Grubenhaus zu besichtigen.
- Schlossherberge im romantischen Park
Das ehemalige Gutshaus in schlossähnlicher Gestaltung ist etwa 140 Jahre alt und einmalig in der Region. Der neobarocke Stil mit Elementen des Jugendstils ist erhalten geblieben und nach umfangreicher Rekonstruktion erstrahlt diese Architektur im neuen Glanz. Das Gebäude wird heute als Schlossherberge genutzt und lädt mit 74 Betten vorwiegend Schulklassen, Freizeitgruppen oder Familien zum Übernachten ein.
- Krügers Zweirad Oldtimer
Im Zweiradmuseum Uebigau möchten Krügers Ihnen die gute alte Technik näher bringen und Sie um Jahre zurück versetzen. Bekommen Sie Einblicke in die Zeit vor 1945, z.B. mit einer NSU von 1927, einer Victoria aus den 30´er Jahren oder einer DKW aus den 40´ern. Teilweise sind die Ausstellungsstücke sogar noch im Originalzustand.

Wahrenbrück ist gelegen an den Ufern der Kleinen und der Schwarzen Elster. Das Städtchen war bereits zu Zeiten Karls des Großen (768-814) durch seinen Elsterübergang strategisch wichtig. Aus der Furt durch die Elster wurde in dieser frühen Zeit eine Brücke. Die „Warte an der Brücke“ gab dem Ort seinen Namen. 1199 erstmals urkundlich erwähnt, bekam Wahrenbrück 1202 das Stadtrecht verliehen. Heute weiterhin sichtbar: die Kirche mit ihrem Turm in doppeltübersetzter Zwiebelform. Der neu gestaltete Graunplatz mit der ehemaligen Brauerei, dem Graundenkmal und dem Heimatmuseum befinden sich ganz in der Nähe. Vorbei an der Postmeilensäule von 1730 und der historischen Mühle führt der Weg direkt in das Naherholungsgebiet „Kleiner Spreewald“.
- Kleiner Spreewald Wahrenbrück
In unmittelbarer Nähe der alten Mühle staken die Fährleute ihre Gäste auf der Kleinen Elster in Spreewaldkähnen durch eine Landschaft, die liebevoll „Kleiner Spreewald“ genannt wird. Mit etwas Glück kann man bei einer Kahnfahrt den Biber oder den Fischotter entdecken. Der in den 70er Jahren angelegte Park mit Tiergehege und Picknickplatz lädt nach einer Kahnpartie zum Verweilen ein. Nach vorheriger Anmeldung kann hier auch zünftig gegrillt werden.
- Heimatstube am Graunplatz
Die Wahrenbrücker Heimatstube wurde 1953 von der Arbeitsgemeinschaft „Junge Historiker“ eingerichtet. Im ca. 300 Jahre alten Fachwerkhaus sind neben Gerätschaften aus dem Leben der Ackerbürger auch heimische Pflanzen, Tiere und Minerale sowie alte Schuleinrichtungen zu sehen. Bekannteste Bürger Wahrenbrücks sind die Gebrüder Graun. Carl-Heinrich-Graun war Komponist und enger Freund Friedrichs des Großen. Er schrieb zahlreiche Musikstücke und ist Mitbegründer des Berliner Opernhauses, der heutigen Staatsoper unter den Linden. 
- Technisches Denkmal Brikettfabrik „Louise“
Louise, die älteste Brikettfabrik Europas, ist ein bedeutendes Zeugnis der 150-jährigen Bergbauepoche im Domsdorf-Tröbitzer Revier. In der komplett erhaltenen Industrieanlage lernt der Besucher die technologischen Abläufe der Brikettierung kennen. Bei einer Bergbauwanderung (nach Anmeldung) kann unter sachkundiger Führung das Umfeld entdeckt werden. Eine Vesper zur Stärkung mit regionalen Köstlichkeiten und Bergmannsschnaps ist anschließend im Zechensaal möglich. Ausstellungen und Konzerte erhalten in der Kraftwerkshalle ein ganz besonderes Flair.
- Wasserkraftanlage mit Hochpolgenerator
Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch die Bewegungsenergie des Wassers um Getreide zu mahlen, Werkzeuge zu schmieden oder Strom zu erzeugen. 1998 wurde die alte Mahlmühle abgerissen und an diesem Standort ein Kraftwerkshaus errichtet. Die Welle des neu installierten Wasserrades schafft die Verbindung zu einem drehzahlvariablen Generator. Die Besonderheit der Anlage ist die Koppelung des Hochpolgenerators mit einem spezifischen Umrichter. Selbst bei kleinen, schwankenden Wasserpotenzialen und geringer Fallhöhe wird Elektroenergie erzeugt.
- Flächennaturdenkmal Rothsteiner Felsen
Aus der eher flachen Landschaft bei Rothstein ragt ein schroffer Felsen auf, der vor ca. 560 Millionen Jahren entstand. Damit ist er älter als der Harz und der Thüringer Wald oder die Alpen. Das Felsengestein wurde jahrhundertelang als Baumaterial genutzt. Dem Abbau des Hauptfelsens wurde 1915 Einhalt geboten, und seitdem steht er unter Naturschutz. Die romantischen Felsenbrüche boten bereits um 1900 eine besondere Kulisse für Sommerfeste. Dieser Brauch hat sich erhalten und am 2. Wochenende im Juli wird das Rothsteiner Felsenfest gefeiert, das sich zum größten Volksfest der Region entwickelt hat.
- Saxdorfer Sommermusik
In der fast 800-jährigen Backsteinkirche mit den schönen Freskomalereien und dem mittelalterlichen Flügelaltar finden Konzerte statt, die immer wieder einen breiten Hörerkreis anlocken. Jeder Konzertbesuch wird bereichert durch einen Spaziergang im Pfarrgarten, einer Pflanzenkomposition aus ca. 3.000 verschiedenen Arten. Mit einer beeindruckenden Anzahl alter, sehr seltener Rosenarten, 30 Bambus- und über 180 Kameliensorten gehört er zu den schönsten Gärten Deutschlands. Das jeweils am zweiten Samstag im August stattfindende Bambusfest ist der Höhepunkt des Gartenjahres.
- Kanu- und Schlauchboottouren
Erleben Sie den Gewässertourismus in unserer Region, welcher den Besuchern die Möglichkeit eröffnet die Schönheit unserer Natur per Kanu oder Schlauchboot zu erkunden. Weitere Informationen zu diesem Gemeinschaftsprojekt erhalten Sie im Internet unter www.elbe-elster-tours.de.
www.uebigau-wahrenbrueck.de
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