Im Elbe-Elster-Land finden sich viele Spuren ehemaligen Bergbaus. Raseneisenstein, Grauwacke, Ton, Torf, Braunkohle und Steinkohle wurde seit über 1000 Jahren hier aus dem Boden gehoben. Erst der Abbau von Braunkohle schuf in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen. Die dabei entstandenen Teiche und Seen haben sich inzwischen zu Naherholungsgebieten oder zu wertvollen Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten entwickelt.
Einen unvergesslichen Eindruck der Landschaft im Wandel können Sie an verschiedenen Orten der Region erleben.
Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen
Im ehemaligen Tagebaugebiet „Schlabendorfer Felder“ krempelten die Bagger und Förderbrücken die Landschaft bis 1991 regelrecht um. Wo sich einstmals das Dorf Wanninchen befand, steht nur noch ein Haus, das heutige Heinz Sielmann-Naturparkzentrum. Aus der ehemaligen Mondlandschaft entsteht jetzt ein Naturparadies und Lebensräume in der viele, auch gefährdete Arten Zuflucht finden.
www.wanninchen.de
Naturparadies Grünhaus
Dem Land südlich von Finsterwalde haben die Braunkohlebagger ein neues Gesicht gegeben: riesige Gruben, zerklüftete Böschungen und menschleere Ebenen. Doch gerade die Abgeschiedenheit, der Mangel an Nährstoffen und die Vielfalt der Landschaftsformen sind für die Natur eine einmalige Chance: Mit dem Ende des Tagebaus entsteht in Grünhaus ein Paradies von höchstem Wert, eine neue Heimat für viele bedrohte Tiere und Pflanzen.
www.naturerbe.de

Bergheider See
In Flutung befindet sich derzeit der Bergheider See, ein ehemaliger Tagebau am Fuße der Förderbrücke F60. Im September 2001 wurde mit der Flutung des künftigen Sees begonnen, der bis 2007 eine Größe von etwa 340 Hektar erreichen wird. Erst im Jahr 2012 wird die Flutung jedoch abgeschlossen sein. Das Ostufer des Sees ist der touristischen Nutzung vorbehalten; das Westufer soll der Natur gehören. Am Rand des Sees sind ein Hüttendorf, ein Campingplatz und eine Jugendherberge geplant.
1. Förderbrücke der Welt stand in Plessa
Dort wo einst die erste Förderbrücke das Erdreich umpflügte, blieben karge Landschaften zurück. Mensch und Natur schufen Neues und noch immer sind diese Veränderungen mit Spannung zu beobachten. Zu Fuß, per Fahrrad oder Kremser kann man diese Gegenden erkunden.
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