Elstermühle Plessa
Dort wo die Schwarze Elster am schwärzesten war, sich durch die Moore des Mückenberg-Plessaer Schradens schlängelte und sich hinter dem Fischerdorf Plessa in 27 Arme und Gräben teilte, steht noch heute die Elstermühle von Plessa. Nur mit dem Kahn erreichte der Müller seine Mühleninsel trockenen Fußes und hatte mit ihr sein Auskommen. Es sei denn, es herrschten Hochwasser oder Dürre, oder die Kobolde machten ihm mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Die Kobolde waren kleine Wesen in Menschengestalt von der Größe eines 3jährigen Knaben mit dickem Kopf, auf dem eine rotrandige Mütze saß. Es soll sie früher hier zahlreich gegeben haben. Sie trieben ihren Schalk, mal ließen sie die Mühle stehen, mal ängstigten sie die Mahlgäste. Aber schon seit über 100 Jahren will sie niemand mehr gesehen haben. Die Elster ist seitdem auch begradigt und eingedeicht worden, das sumpfige Gelände wurde trockengelegt; mag sein, daß sie sich auf stille Tümpel oder in eine andere Gegend zurückgezogen haben. Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. |


