Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft über ein Gebiet von etwa 480 km². Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind neben Grundmoränen und Endmoränenzügen auch Urstromtal und Sanderflächen heute noch landschaftsprägend. Die von der Eiszeit hinterlassenen natürlichen Seen sind inzwischen längst verlandet. Im Süden des Naturparks durchfließt die Schwarze Elster das Niederlausitzer Urstromtal. Wo Kleine und Schwarze Elster im Westen des Naturparks zusammenfließen, öffnet sich der sogenannte „Kleine Spreewald“. Mit seinem erlenbestandenen, dunklen moorigen Boden ähnelt er seinem „großen Bruder“, zumal auch hier Kahnfahrten zur Tradition gehören.
Unter den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich mächtige Braukohleschichten, die teilweise bis an die Oberfläche reichen. Durch das „Schürfen nach dem Schwarzen Gold“ wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften völlig verändert, selbst Ortschaften mussten dem Bergbau weichen. Landschaften von teilweise bizarren Aussehen entstanden und sind in ständiger Veränderung begriffen. Hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten ziehen in die neuen Lebensräume aus zweiter Hand ein. Einige Tagebaurestlöcher haben sich inzwischen zu attraktiven Badeseen gemausert.
„Kernstück“ des Naturparks ist ein großer Kiefern-Trauben-Eichen-Wald mit Blaubeeren und Preiselbeeren im Unterwuchs, das Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“. Vor nicht allzu langer Zeit war hier das Auerhuhn, das Wappentier des Naturparks, zahlreich vertreten. Große zusammenhängende Traubeneichenwälder einerseits und Besenheide sowie Silbergrasfluren, entstanden durch die ehemals militärische Nutzung, andererseits stehen für die landwirtschaftliche Nutzung.

Östlich schließt sich ein Niedermoorgebiet an. Hier wurde in vergangenen Zeiten kleinflächig Ton für das heimische Töpfergewerbe abgebaut. Heute wird Torf für die Rheumaklinik der Kurstadt Bad Liebenwerda gewonnen und renaturiert.
22 Gemeinden und fünf Städte bzw. Stadtteile gehören zum Naturpark. Während sich Elsterwerda als gewerbliches Zentrum versteht, trägt Bad Liebenwerda mit seinem mittelalterlichen Stadtkern seit über 75 Jahren den Bädertitel. Von Fischerei, Landwirtschaft und Bergbau lebten die Menschen in der Region – heute wird zunehmend auf einen umweltfreundlichen Tourismus gesetzt. Noch heute kann man auf den Spuren der Zisterzienser wandeln oder auf Pfaden ins Moor, durch blaubeerreiche Wälder und zu großen Heideflächen wandern. Wanderwege, Naturlehrpfade und Radwanderwege verlaufen durch den Naturpark.
Die Ausstellung zum Naturpark lädt ein, die vielfältigeb Besonderheiten der Niederlausitzer Heidelandschaft aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. http://www.elbe-elster-land.de/Content/de/Kunst_und_Kultur/Museen.html
Kontakt:
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda
Tel.: 035341/ 471594, Fax: 035341/ 471598
info@naturpark-nlh.de
www.naturpark-nlh.de
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