10.04.2017

Ausstellung "Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal" im Museum Mühlberg 1547 - 23.04. - 05.11.2017

Das Museum Mühlberg 1547 blättert 2017 ein breites reformationsgeschichtliches Panorama auf. Neben der ständigen Ausstellung, in deren Fokus die reformationsbestimmende Schlacht bei Mühlberg 1547 steht, erzählt es in einer Sonderpräsentation davon, wie die Reformation in Mühlberg eingeführt wurde und zeigt städtisches evangelisches Leben vom 16. Jahrhundert bis heute.

Kern der Ausstellung "Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal" ist der Blick auf das Glaubens- und Alltagsleben Mühlbergs und der Mühlberger. Sie nahmen 1539/40, mehr oder weniger durch amtliche Verordnung, den neuen Glauben an. Mühlberg gehörte damals zum albertinischen Herzogtums Sachsen. Hier regierte Herzog Georg der Bärtige, der zwar für eine Reform der katholischen Kirche eintrat, aber die Reformation Martin Luthers ablehnte. Nach seinem Tod 1539 übernahm sein jüngerer Bruder Heinrich der Fromme die Herrschaft, der umgehend die Reformation einführte. Er berief eine Visitationskommission, die 1540 auch in Mühlberg eintraf und mit der Befragung des Rates begann. An der Neustädter Frauenkirche wurde der evangelische Gottesdienst eingeführt und besoldete Stellen für Pfarrer, Schulmeister und Kantor geschaffen. Die damals gefundene Kirchenorganisation sollte bis in das 20. Jahrhundert Bestand haben. Die Nonnen des Mühlberger Zisterzienserinnenklosters hingegen forderte man auf, ihr Ordensgewand abzulegen und den neuen Glauben anzunehmen. Sie durften aber im Kloster leben bleiben, das in ein evangelisches Stift umgewandelt werden sollte. Einige Nonnen weigerten sich jedoch, den neuen Glauben anzunehmen. So wurde das Mühlberger Kloster zu einem letzten Rückzugsort katholischer Glaubenspraxis.

Das Begleitprogramm finden Sie hier: http://www.elbe-elster-land.de/de/gaesteservice/veranstaltungen-news/veranstaltungen.html

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