06.07.2017

Dauerausstellung "Doberlug und das sächsische Brandenburg" und Sonderausstellung „Die letzten Mönche von Dobrilugk“

Am 7. Juli eröffnet das Museum Schloss Doberlug mit der ständigen Ausstellung „Doberlug und das sächsische Brandenburg“ eine Präsentation, die eine Intention der 2014 an diesem Ort stattgefundenen Ersten Brandenburgischen Landesausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ aufgreift.

Die neue Ausstellung erzählt die Geschichte des einst sächsischen, heute brandenburgischen Ortes in mehreren Kapiteln mit vielen historischen Objekten illustriert und medial aufbereitet. Gleichzeitig setzt sie Doberlug in den Kontext des über Jahrhunderte sächsisch geprägten Landstrichs, der 1815 an Preußen fiel.

Die neue Ausstellung wurde ermöglicht durch die großzügige finanzielle Unterstützung einer Vielzahl von Sponsoren und institutionellen Geldgebern wie die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Landkreis Elbe-Elster und die Stadt Doberlug-Kirchhain. Darüber hinaus flossen Mittel aus dem EU-Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (Leader) in die mediale Aufbereitung der Ausstellung. 

„Die letzten Mönche von Dobrilugk. Auflösung und Säkularisierung des Klosters“ im Museum Schloss Doberlug besichtigen. 

Das Klosterleben widerspräche der Schrift, konstatierte Luther und löste damit eine gewaltige Säkularisierungswelle aus. Auch das mächtige Kloster Dobrilugk geriet um 1540 in deren Sog. Für seine Zisterziensermönche bedeutete dies nicht nur die Auseinandersetzung mit der neuen Lehre, sondern auch die Suche nach neuen Lebensentwürfen. Das Museum Schloss Doberlug zeichnet die Lebenswege der letzten Dobrilugker Mönche in einer Ausstellung nach und verortet sie als evangelische Pfarrer, als Pensionäre in einem verfallenden Kloster oder gar mit einer kriminellen Laufbahn. Außerdem stellt die Schau diese Einzelschicksale in den Kontext der Dobrilugker Klostergeschichte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Vom einstmals mächtigen Landbesitzer wird es zum Spielball politischer Interessen und verschwindet als geistliche Einrichtung schließlich von der Landkarte. Ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Schloss Doberlug, des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, der Universität Potsdam und der Stadt Doberlug-Kirchhain. Eine Ausstellung der Kulturland-Kampagne Brandenburg 2017 „Wort & Wirkung“. Die Schau ist bis zum 12. November im Museum Schloss Doberlug zu sehen. 

Weitere Informationen unter Schloss Doberlug, Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain, Tel: 035322 6888520, museumsverbund@lkee.de

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