Ein weiterer Buchtipp: Sächsisches Brandenburg

Im Süden des heutigen Brandenburgs ist es irgendwie anders als im Rest des Landes. Dort stehen ungewöhnliche Kirchtürme und an manch städtischer Kreuzung eine Postmeilensäule. Und an der Schwarzen Elster kann einem ein weicher Dialekt, der aus einem Tännchen »äddenschn« macht, entgegenklingen. Kein Wunder, die Gegend gehörte ja bis 1815 zu Sachsen, war nie Mark Brandenburg.

Das Buch »Sächsisches Brandenburg. Eine Spurensuche« macht sich auf die Suche nach diesem Andersartigen im Lande. Anlass ist die Erste Brandenburgische Landesausstellung, die sich der Geschichte der durchaus konfliktreichen preußisch-sächsischen Beziehungen widmet. Gefunden wurde mehr als erwartet. Neben Geschichten von alten Mauern und großer Kunst sind es die persönlichen Begegnungen, die nachdrücklicher als lange Abhandlungen über Gefühle von Grenzen und Zugehörigkeit sprechen.

Die erste Brandenburgische Landesausstellung findet vom 7. Juni bis 2. November 2014 in Doberlug-Kirchhain im Elbe-Elster-Land statt. Schauplatz und zugleich Herzstück der Ausstellung ist das Schloss Doberlug. Anlass ist das 200. Jubiläum des Wiener Kongresses von 1814/15, der Europa neu ordnete. Weite Teile von Sachsen fielen an Preußen, und von einem Tag zum anderen wurden die dort lebenden Menschen von Sachsen zu Preußen. Spuren dieser unbeständigen Vergangenheit finden sich in Südbrandenburg – der Region, »wo Preußen Sachsen küsst« – bis heute.

Das Buch ist im Sandstein Verlag Dresden für 15 Euro bestellbar.

Weitere Infos hier.

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