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Industriemuseen im Elbe-Elster-Land

Erleben Sie den Weg der Kohle von der Förderung bis zur Verstromung an erlebbaren Attraktionen der Lausitzer Industriekultur. Von Erfindungsgeist und geschickter Nutzung der Ressourcen künden die Denkmäler der industriellen Ära. Die Zeugen der Industriegeschichte erzählen von harter Arbeit und großem Ideenreichtum der Kumpel.

* Besucherbergwerk Förderbrücke F60  * Brikettfabrik Louise
* Kraftwerk Plessa * Weißgerbermuseum
(Bild: 1/3)
Steigen Sie über Ihren Horizont - Diese Aufforderung ist in zweifacher Hinsicht zu verstehen. Das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld bei Finsterwalde lockt mit guten Aussichten. Nicht nur, dass man bei guter Sicht vom höchsten Punkt der Förderbrücke bis in die Sächsische Schweiz schauen kann. Mit fesselnden Vorträgen gelingt es den sachkundigen Besucherführern auch, Einsichten in die Welt des Kohleabbaus zu verschaffen. Der liegende Eiffelturm ist ein touristischer Leuchtturm der Lausitz, der kaum übersehen werden kann -  Mit 502 Meter Länge, 204 Meter Breite, 80 Meter Höhe und 11.000 Tonnen Gewicht befindet  die stillgelegte Abraumförderbrücke F60 sich am Rande des Tagebaurestloches Klettwitz-Nord, die größte ihrer Art der Welt. Nur gut ein Jahr in Betrieb, sollte sie nach der endgültigen Stilllegung des Tagebaus eigentlich verschrottet werden.

Die F60 stellt einen vorläufigen Endpunkt in der technischen Entwicklung von Abraumförderbrücken dar, die in den 1920er Jahren begonnen hatte und mit den Jahrzehnten stets größere Anlagen ermöglichte. Engagierte Bürger der Region bewirkten die Umsetzung der Erhaltungsvorschläge von der Landschaftsarchitektin Elke Löwe für die zu verschrottende Abraumförderbrücke. Gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung IBA Fürst-Pückler-Land 2000-2010, die mit diversen Projekten die Dokumentation und Nachnutzung der Tagebaufolgelandschaften initiierte, gelang es der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf und dem Amt Kleine Elster die Idee eines Besucherbergwerkes in die Tat umzusetzen.

Mit Erfolg, denn inzwischen hat sich die F60 als unverzichtbarer Kulturträger in der Region durchgesetzt und zieht immer mehr Besucher an. Mit Kunst- und Lichtarchitektur wird der neue Standort auch in den Wochenendnächten zu einem Erlebnis. Umfangreiche Begleit- und Großveranstaltungen finden vor der F60 einen idealen Rahmen.

Seit Januar 2006 ist die F60 in Lichterfeld ein Ankerpunkt der europäischen Industriekultur ERIH und seit Gründung der ENERGIE Route der Lausitzer Industriekultur im Mai 2007 ein Highlight dieser Route.

Das Besucherbergwerk F60 ist über den Fernradweg FR 6 auch gut mit dem Rad zu erreichen und ist Standort/Routenort verschiedener Fahrradtouren im Süden Brandenburgs (z.B. Fürst-Pückler-Radweg, Niederlausitzer Bergbautour, Kohle-Wind & Wasser-Tour).

Von Mai bis August ist an Samstagen nach Einbruch der Dunkelheit eine Nachtlichtinstallation bis 22.00 Uhr in Betrieb (im September bis 20.00 Uhr).

Bei hohem Besucheraufkommen können Wartezeiten entstehen, für die wir Sie bereits hier herzlich um Verständnis bitten.

Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr: Haltestelle Lichterfeld F60
Bus-Linie 558 Finsterwalde – Lichterfeld – Sallgast - Wormlage
Fahrplanauskunft http://fahrinfo.vbb.de

Durch eine Initiative des Betreibers Officeconsult und der Amtsverwaltung ist es möglich, auch ab Falkenberg (Elster) mit historischen Triebwagen zur F60 zu fahren. Mit der Brikettfabrik Louise oder auch dem Schlossareal in Doberlug liegen weitere Sehenswürdigkeiten am Weg bzw. an der Strecke (bitte beachten: nur sonntags).

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(Bild: 1/3)
Die LOUISE ist die älteste Brikettfabrik Europas. Sie liegt idyllisch inmitten grüner Wälder in Domsdorf, zwischen Bad Liebenwerda und Doberlug-Kirchhain.

1882 ging die LOUISE erstmalig in Betrieb. Mit einer Tagesproduktion von 600 Tonnen war sie eine der kleinsten Fabriken. Das Wahrzeichen der Fabrik ist der 68 m hohe Schornstein. Schon von weitem wirbt er für einen Besuch des Denkmals. 1991 wurde die LOUISE stillgelegt und 1992 zum Technischen Denkmal erklärt.

Das Besucherbergwerk macht nun die Technik des 19. Jahrhunderts erlebbar. Es zischt und rumpelt - die Kolben der ehemaligen Brikettpresse bewegen sich im Takt wie schon vor mehr als 100 Jahren. Das Technische Denkmal Brikettfabrik Louise ist ein Ort, der die Herzen Technikbegeisterter höher schlagen lässt. Ende des 19. Jahrhunderts begann man hier, aus Braunkohle Briketts zu pressen. Nahezu ohne Unterbrechung wurde in der Louise bis Anfang der 90 er Jahre gearbeitet. Heute ist die alte Fabrik ein Museum, doch viel mehr scheint es, als hätten die Arbeiter ihr Plätze kurz verlassen, um gleich wiederzukehren. Originalgetreu erhalten, erzählt Louise ihren Gästen Technikgeschichte(n).

Bis zu 14 Anlagen werden in Bewegung gesetzt. Zweimal im Jahr gibt es einen Dampftag - eine deutschlandweit einzigartige Vorführung einer Brikettpresse, Baujahr 1893, im Original Dampfbetrieb.

Auch die Kunst wird in der LOUISE gepflegt. Die Kraftwerkshalle bietet sich ideal für Konzerte und Ausstellungen an. 

Erlebnisbereiche:
- Fabrikführungen, bei denen bis 14 Anlagen in Bewegung gesetzt werden (ca. 1,5 h, klassische Führung)
- Kinder- und Schülerprojekte mit praxisbezogenem Lernen (nach Absprache, Schülerakademie e.V.)
- "STEINIG. STAUBIG. SCHÖN." - Erlebnistour mit kulinarischen Köstlichkeiten (ca. 2,5 h)
- "LOUISE in den Bauch geschaut" - Erkundungstour für die jüngeren Besucher (ca. 45 min) - (Gruppentour nach Anmeldung)
- Kurztour - informative Führung, auch für Menschen mit Gehbehinderung geeignet (ca. 45 min) - auch Seniorentour  - (Gruppentour nach Anmeldung)
- "Ins Pressenhaus geguckt" - kurzer Einblick in die Fabrikgeschichte mit Vorführung der ältesten Brikettpresse (ca. 20 min) - (geeignet für spontane Einzelbesucher, z.B. Radler)
- Bergmannsvesper mit LOUISE-Kuchen im Zechensaal (nach Absprache) 

Die LOUISE bietet die Kraftwerkshalle und den Zechensaal als Tagungsort an (nach Absprache). An der Brikettfabrik befindet sich ab sofort eine E-Bike und E-Care-Ladestation.

Die Brikettfabrik LOUISE Domsdorf ist eine Station an der Kohle-Wind & Wasser-Tour und gehört zur ENERGIE-Route der Lausitzer Industriekultur.

Zur Orientierung gibt es für die Monate April bis Oktober folgende Führungszeiten:
10:30 Uhr  
12:00 Uhr
14:00 Uhr
16:00 Uhr

Bei Gruppen ab 10 Personen sind die Führungen bitte anzumelden!

Erreichbar ist die Brikettfabrik "Louise" Domsdorf mit dem öffentlichen Nahverkehr: Haltestelle Domsdorf, Brikettfabrik Louise
Bus-Linie 560  Finsterwalde – Doberlug-Kirchhain – Tröbitz – Bad Liebenwerda,
Fahrplanauskunft http://fahrinfo.vbb.de
 

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(Bild: 1/3)
Das Kraftwerk Plessa ist eines der ältesten Braunkohlekraftwerke Europas, das in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten ist. Wie riesige Kathedraltürme recken sich die beiden Schornsteine des Kraftwerks in den Himmel. Zur Blütezeit des Reviers prägten über 1000 dieser "Giganten der Industriekultur" die Landschaft der früheren Braunkohle-Region. Frühe Stilllegungspläne verhinderten in den 60er Jahren eine Modernisierung. Daher ist das Kraftwerk heute ein authentischer Ort der Arbeits- und Industriegeschichte mit Technik aus der Gründerzeit.

Während einer Führung zeigt der "Weg der Kohle", wie in den letzten 100 Jahren aus Braunkohle Strom gewonnen wurde. 

65 Jahre war das Kraftwerk in Plessa von 1927 bis 1992 im Dauerbetrieb am Netz. Heute steht das im originalen Zustand erhaltene Kraftwerk stellvertretend für die Stromerzeugung in der Lausitz.

Das Kraftwerk Plessa ist eine Station an der Kohle-Wind & Wasser-Tour.

Sie erreichen das Kraftwerk Plessa mit dem öffentlichen Nahverkehr: ca. 1.300 m (15 min) Fußweg von der Haltestelle Plessa Amtsverwaltung
bzw. 350 (4 min) Fußweg von der Haltestelle Plessa Kraftwerk
Bus-Linie 581 Elsterwerda – Plessa – Schraden - Lauchhammer
Fahrplanauskunft http://fahrinfo.vbb.de

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(Bild: 1/3)
Was ist Leder? Wie entsteht es, wozu braucht und verwendet man es? Antworten auf all diese Fragen findet der interessierte Besucher im einzigen Weißgerbermuseum Europas, in Doberlug-Kirchhain.

Das Weißgerbermuseum befindet sich seit seiner Eröffnung im Jahre 1963 in einem alten Gerberhaus, welches 1753 erbaut wurde und das als technisches Denkmal die jahrhundertealte Geschichte der Lederherstellung wieder lebendig werden lässt.  in der Blütezeit des Gerberhandwerks, um 1900, gab es in der Stadt Kirchhain fast einhundert Gerbereibetriebe.

Die Dauerausstellung präsentiert eine technische Schauanlage des Weißgerberhandwerkes um 1900 und beschäftigt sich mit Aspekten der allgemeinen sowie regionalen Entwicklung des Gerberhandwerkes und der Lederindustrie. Neben einer Sammlung von Ledern und Fellen aus aller Welt wird eine Schusterwerkstatt und Gesellenstube aus dem 19. Jahrhundert sowie eine Sammlung Kirchhainer und Doberluger Zinnwaren gezeigt.

In der technischen Ausstellung des Weißgerbermuseums, die sich in einem ehemaligen Gerbereibetrieb unweit des Haupthauses befindet, wird seit Mitte des Jahres 2000 mit Hilfe einer kompletten Produktionsstrecke die industrietechnische Herstellung von Leder veranschaulicht.

Sachkundige Führungen (nach Voranmeldung) stehen zur weiteren Information ebenso zur Verfügung wie eine Bibliothek zur Technologie der Lederherstellung und -verarbeitung sowie zur Regionalgeschichte.

Sie erreichen das Museum mit dem öffentlichen Nahverkehr: ca. 300 m (3 min) Fußweg von der Haltestelle Kirchhain Markt
Bus-Linien 544 Finsterwalde – Doberlug-Kirchhain - Trebbus, 550 Finsterwalde – Doberlug-Kirchhain – Nexdorf - Herzberg (Elster)
553 Kirchhain -. Rückersdorf – Kirchhain, 560  Finsterwalde – Doberlug-Kirchhain – Tröbitz – Bad Liebenwerda
Fahrplanauskunft http://fahrinfo.vbb.de

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