Luther-Pass - Ihr persönlicher Wegbegleiter zur Reformation

Ein ganz besonders kompaktes Angebot auf den Spuren der Reformation ist der Luther Pass.  Martin Luther wirkte nicht nur in Wittenberg. Im Raum Elbe-Elster und in Nordsachsen in Torgau lassen sich seine Spuren entdecken. Auch der Stadt Jüterbog kommt besondere Bedeutung zu: Hier betrieb der Dominikanermönch Johann Tetzel den Ablasshandel. Diese Praxis war Grund und Ausgangspunkt für die Thesen Luthers und damit Anfang der Reformation.

Dieser Tatsache trägt der Luther Pass als touristischer Wegweiser zu einer ganz individuellen Luther Reise Rechnung:

Ein Luther Pass als Wegweiser durch die Spuren der Reformation in 8 Städten und 3 Bundesländern. Der Pass ist ein besonderes touristisches Angebot für den kulturgeschichtlich interessierten Gast, der die Stätten der Reformation rund um Wittenberg erschließen und überraschende, erstaunliche kleine und große Geschichten rund um die Zeit der Reformation erkunden möchte.

In jeder der Städte kann sich der Gast einen Stempel abholen und Luthers Spuren entdecken. Den Pass gibt es kostenlos bei den Touristinformationen und vielen weiteren Stellen im Elbe-Elster-Land sowie den teilnehmenden Städten Lutherstadt Wittenberg, Torgau und Jüterbog.

Hier gelangen Sie zur offiziellen Luther Pass Seite mit Ausgabestellen und Stempelstellen.

In folgenden Stempelstellen können Sie sich den Luther-Pass abstempeln lassen

Luthers Unterredung und die zweite Generation

Unterm Lubwartturm - Luther war stur: Das wusste die katholische Führung in Rom. Deshalb schickte der Papst einen Abgesandten nach Liebenwerda, der sich dort mit Luther traf. Ziel war es, den Reformator zu überzeugen, seine Meinung öffentlich zu widerrufen. Das tat er nicht. Und hier, in Liebenwerda, wuchs auch Elias Schade auf, ein Reformator der zweiten Generation, der später Prediger am Straßburger Münster wurde.

Neue Lebenswege nach der Reformation

Dobrilugks letzte Mönche - Klöster sähe die Bibel nicht vor, konstatierte Luther und löste damit eine Säkularisierungswelle aus. Auch das mächtige Kloster Dobrilugk geriet um 1540 in deren Sog. Für seine Zisterziensermönche bedeutete dies die Suche nach neuen Lebensentwürfen. Das Museum Schloss Doberlug zeichnet die Lebenswege der letzten Dobrilugker Mönche in einer Ausstellung nach: Urkunden verorten sie als evangelische Pfarrer oder als Pensionäre in einem verfallenden Kloster.

Luther, Melanchton, Gottesdienst

Das neue Bildungsideal - Der erste evangelische Gottesdienst fand 1522 in Herzberg (Elster) statt. Hier wurde auch 1538 eine der ersten Schulordnungen von Martin Luther und Philipp Melanchthon unterzeichnet. Diese Schulordnung entstand auf der Grundlage des neuen Bildungsideals, das sich mit der Reformation entwickelte. Wie die Reformation das Leben beeinflusste, erzählt die Ausstellung in der Kirche Sankt Marien.

Warum Spanier 1547 durch die Elbe schwammen

Ort der Entscheidung - Bei Mühlberg fand die entscheidende Schlacht des Schmalkaldischen Krieges statt. 1547 besiegte hier eine katholische Liga unter Kaiser Karl V. den protestantischen Schmalkaldischen Bund, der unter dem Kommando des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I. stand. Dieser verlor die Kurwürde und große Teile seines Landes an Moritz von Sachsen. Die unterlegenen Fürsten und Städte mussten sich das Augsburger Interim diktieren lassen.

Zur Geschichte protestantischer Kantoreien

Musikam habe ich lieb gehabt - Mit der Reformation schlug die Geburtsstunde der protestantischen Kantorei. Als Vorreiter der heutigen Chöre prägte sie das Singen. Das Sänger- und Kaufmannsmuseum in Finsterwalde illustriert in Deutschlands einziger Sängerstadt mit einer Sonderausstellung die Geschichte dieser Kantoreien. Mit der nahe gelegenen Trinitatiskirche ist ein Kirchenbau zu entdecken, der im Geiste der Reformation entstand und Heimat der 450 Jahre alten Trinitatiskantorei ist.

Machtvolle Hammerschläge

THESENANSCHLAG 1517 - Luther nagelt am 31.10.1517 mit kräftigen Schlägen 95 Thesen an die Kirchentür der Schlosskirche zu Wittenberg. Seine Hammerschläge finden in ganz Europa Widerhall und ändern die gesellschaftliche Konstellation grundlegend. Anhand der vier UNESCO-Weltkulturerbestätten in der Lutherstadt Wittenberg können Sie den Ausgangspunkt der Reformation an den Originalschauplätzen ganz besonders erleben.

Die Einweihung der Schlosskapelle durch Luther

Politisches Zentrum der Reformation - Die Schlosskapelle ist der erste protestantische Kirchenneubau. Luther selbst weihte die Schlosskapelle von Schloss Hartenfels Torgau ein. In Torgau entstanden in enger Abstimmung der Reformatoren mit dem Kurfürst Johann von Sachsen die Grundzüge der ersten protestantischen Visitationsanordnung und die Torgauer Artikel, die Bestandteil der Confessio Augustana wurden.

Die Ablassbriefe von Tetzel und der Kanzleistreit

Stadt des Anstoßes - Entdecken Sie Jüterbog – die „Stadt des Anstoßes“ der Reformation, wo der Dominikanermönch Johann Tetzel 1517 die Angst vor dem Fegefeuer schürte und für den Ablass predigte. Originale Ablassbriefe aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind noch heute im Museum im Mönchenkloster zu besichtigen, ebenso der eindrucksvolle Fegefeuer-Altar von Cranach oder der legendäre „Tetzelkasten“ in der Jüterboger Nikolaikirche.

Weitere Informationen zum Luther-Pass

Pass-Inhaber kommen in den Genuss der Angebote der Pass-Paten. Vorzeigen lohnt sich also. Achten Sie auf den Sticker „Pass-Pate“. Übrigens: Fleißige Stempel-Sammler können einen Spurensucher-Bonus bekommen.

Nach der Reise können die Gäste  an der Verlosung des Spurensucher-Bonus teilnehmen. Die Preise sind hochattraktiv:

  •  Wochenende im Elbe-Elster-Land mit zwei Übernachtungen und vielen Extras
  •  Wertvolle Kunst- und Kulturgutscheine aus den Regionen
  •  Erinnerungs-Geschenke, die per Post zugesandt werden

Wer alle acht Stempelorte besucht und alle Stempel im Pass hat, lässt sich den letzten Stempelort auf dieser Postkarte bestätigen. Schneiden Sie die Karte aus und geben diese an der Touristinformation des achten Stempelortes ab.

Zeitraum: 26.11.2016–31.12.2017

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