Katharina Stadt Torgau

Torgau, heute Kreisstadt des Landkreises Nordsachsen, gilt als „Amme der Reformation“. Hier befand sich das politische Zentrum des ernestinischen Kurfürstentums Sachsen. Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige (1503–1554) förderte die Ausbreitung der Reformation. Als Führer des Schmalkaldischen Bundes stand er an der Spitze der protestantischen Reichsstände. Der Kurfürst baute das Schloss Hartenfels zu einer der prächtigsten Residenzen in Mitteleuropa aus. Doch nach seiner Niederlage in der Schlacht bei Mühlberg verlor Torgau seine politische und kulturelle Bedeutung. Die sächsischen Kurfürsten nutzten die Residenz danach nur noch selten. Stadt und Schloss waren jedoch bevorzugter Versammlungsort der Landtage. Dass Torgau im Reformationszeitalter eine große Bedeutung hatte, sieht man noch heute an der Bausubstanz der Innenstadt.
Das Rathaus und viele Bürgerhäuser sind durch den Renaissancestil des 16. und 17. Jahrhunderts geprägt. Katharina von Bora (1499–1552), Luthers Ehefrau, starb 1552 in Torgau. Ihr Sterbehaus in der Katharinenstraße 11 kann, wie andere Bürgerhäuser auch, besichtigt werden. Das Grabdenkmal der „Lutherin“ befindet sich in der Stadtkirche St. Marien. An Johann Friedrich den Großmütigen erinnern der Große Wendelstein des  Schlosses Hartenfels, ein prächtiges Zeugnis der Baukunst der Renaissance, wie auch die Schlosskirche, der erste evangelische Kirchenbau, der nach Einführung der Reformation errichtet wurde. Martin Luther (1483–1546) weihte das Gotteshaus am 5. Oktober 1544 mit einer Predigt ein. Ein „Museumspfad“ vereint die historischen Orte, die für Besucher geöffnet sind.

Weitere Informationen:
Torgau-Informations-Center
Markt 1
04860 Torgau
Tel. 03421-7014-0
E-Mail: info@tic-torgau.de
www.tic-torgau.de

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