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Traditioneller Obstanbau

Selbst erzeugtes Obst bereicherte schon vor Jahrhunderten den Speiseplan der Menschen. Wirtschaftliche Bedeutung bekam der Obstbau vor etwa 125 Jahren, als die Einwohner von Kraupa, Hohenleipisch und Döllingen begannen, im großen Maßstab Süßkirschen zu erzeugen. Aus dieser Zeit rühren die Streuobstwiesen in diesem Teil des Naturparks, die mit rund 300 Hektar Fläche das größte zusammenhängende Streuobstgebiet Brandenburgs sind.

Ein Großteil der Obstwiesen wird heute durch einen ökologischen Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet, der aus dem gewonnenen Obst Säfte und Obstbrände herstellen lässt. Überwog früher die Süßkirsche, sind es heute vor allem Apfel- und Birnbäume. Viele von ihnen wurden in den vergangenen Jahren neu gepflanzt, um gerodete Streuobstflächen zu ersetzen. Als Streuobstwiesen gelten Wiesenflächen, auf denen in lockerer Bepflanzung überwiegend hochstämmige Obstbäume unterschiedlichen Alters wachsen.

Die Bewirtschaftung der Flächen durch den Bio-Betrieb „Schradenhof“ stellt sicher, dass die Streuobstwiesen, die vor allem während der Blütezeit ein sehenswerter Anblick sind, erhalten bleiben. So wird auch ein ganz besonders wertvoller Lebensraum gesichert: Viele Pflanzen und Tierarten finden zwischen Wiesengras und Obstbaumwipfel selten gewordene Bedingungen vor, die sie zum Leben brauchen.
Zwar sind in dieser Dichte Streuobstwiesen nur zwischen Kraupa und Döllingen zu finden, doch auch andernorts im Naturpark ist diese Form des extensiven Obstbaus nicht unbekannt. Über Naturschutzprojekte sind Streuobstwiesen auch in anderen Orten, etwa in Maasdorf oder in Lugau, angelegt worden.

Kontaktdaten

Kerngehäuse e.V.
c/o Naturparkhaus
Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda
Tel: 035341 61512
andrea.opitz@lua.brandenburg.de
www.pomologischer-garten.de

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